Vertragsbeispiel - Immobilien-Service Martensen

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Vertragsbeispiel

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V E R W A L T U N G S – V E R T R A G

zwischen der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer
der Eigentumswohnanlage
........... Straße .. - .. in 25761 Büsum
nachstehend „WE“ genannt
und der
Immobilien-Service Martensen • Bahnhofstrasse 2 • D-25761 Büsum
- vertreten durch den Inhaber Dipl.-Ing. (FH) Sven Martensen -
nachstehend „Verwalter“ oder "ISM" genannt
wird hinsichtlich der Eigentümergemeinschaft ............Straße .... bis .............. folgender Vertrag geschlossen:

§ 1 Bestellung und Abberufung des Verwalters
1. Der Verwalter ist durch Beschluss der Eigentümergemeinschaft gemäß WEG vom 01.01.2017 für die Dauer von 12 Monaten zum Verwalter der Eigentümergemeinschaft bestellt.
Der Verwalter stimmt seiner Bestellung zu. Die Verwaltung beginnt am 01.01.2017 und endet am 31.12.2017. Eine erneute Bestellung und Vertragsverlängerung bzw. Ergänzung erfolgt durch Beschlussfassung der WE und Annahme durch den Verwalter.
2. Eine vorzeitige Abberufung und außerordentliche Kündigung des Vertrages durch die WE ist vor Ablauf der in Abs. 1 bezeichneten Frist nur aus wichtigem Grunde oder Einvernehmen möglich. Für die Gültigkeit eines solchen Beschlusses ist die in der Teilungserklärung / Gemeinschaftsordnung vorgesehene Mehrheit erforderlich. Eine Kündigung bedarf in jedem Fall der Schriftform. Für den Verwalter gelten die Kündigungsfristen entsprechend. Eine Kündigung seitens des Verwalters muss gegenüber jedem Eigentümer der Gemeinschaft erfolgen.
3. Mit Beendigung der Verwaltung werden sämtliche Verwaltungsunterlagen - zwecks Abholung durch den Verwaltungsbeirat oder eines Bevollmächtigten - vom Verwalter bereitgestellt. Während der Verwaltung hat die WE auf Anfrage des Verwalters nicht mehr benötigte Unterlagen in ihren Besitz zu nehmen.

§ 2 Aufgaben und Befugnisse des Verwalters

1. Die Aufgaben und Befugnisse des Verwalters ergeben sich aus § 20 bis § 29 WEG, der Teilungserklärung und diesem Vertrag. Der Verwalter ist insbesondere berechtigt und verpflichtet:
a) die Wohnungseigentümerversammlung einzuberufen und die Beschlüsse der WE durchzuführen;
b) die Einhaltung der Hausordnung zu gewährleisten; Verstöße gegen die Hausordnung sind dem Verwalter in schriftlicher Form mitzuteilen;
c) jeweils rechtzeitig einen Wirtschaftsplan je Wirtschaftsjahr und nach Ablauf des Wirtschaftsjahres die Jahresabrechnung als Gesamtabrechnung und als Einzelabrechnung je Sondereigentum aufzustellen;
d) die für die ordnungsgemäße Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums erforderlichen Maßnahmen im Rahmen des Wirtschaftsplanes zu treffen;
e) gemeinschaftliche Gelder zu verwalten und über deren Verwendung Rechnung zu legen;
f) jede Ausgabe der Instandhaltung bzw. Instandsetzung über € 3.000,- Einzelausgabe ist mit dem Verwaltungsbeirat abzustimmen.
g) die Verwaltung im Rahmen der ihm übertragenen Befugnisse im Interesse der WE und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften, der Teilungserklärung und der Gemeinschaftsbeschlüsse zu führen.
2. Der Verwalter ist berechtigt, im Namen aller Wohnungseigent. und mit Wirkung für und gegen Sie:
a) Lasten- und Kostenbeiträge anzufordern, in Empfang zu nehmen und abzuführen; dem Verwalter steht es frei ob per Lastschriftverfahren; entstehende Kosten trägt die WE. Es wird gleichzeitig ein SEPA Lastschrift-Mandat für den Verwalter erteilt.
b) alle Zahlungen und Leistungen zu bewirken und entgegenzunehmen, die mit der laufenden Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums zusammenhängen (insbesondere Abschluss und Kündigung von Versicherungs-, Dienstleistungs-, Wartungs- und Lieferantenverträgen);
c) Willenserklärungen und Zustellungen entgegenzunehmen, soweit sie an alle Wohnungseigentümer in dieser Eigenschaft gerichtet sind;
d) die Wohnungseigentümergemeinschaft gerichtlich und außergerichtlich in Angelegenheiten der laufenden Verwaltung ohne weitere Vollmacht zu vertreten, sowie Ansprüche hieraus gerichtlich und außergerichtlich geltend zu machen;
e) Maßnahmen zu treffen, die zur Wahrung einer Frist oder zur Abwendung eines sonstigen Rechtsnachteils erforderlich sind;
f) Erklärungen abzugeben, die zur Herstellung einer Fernsprech-, Fernseh-, Rundfunk- oder Energieversorgungsanlage zugunsten eines oder mehrerer Wohnungseigentümer erforderlich sind.
g) Der Verwalter ist verpflichtet, die Gelder der Wohnungseigentümer von seinem Vermögen und vom Vermögen Dritter getrennt zu halten, das geschieht in der Form, dass ein Hausgeld- und ggf. Rücklagenkonto mit der Bezeichnung: (WEG .... c/o Immobilien-Service Martensen bzw. ISM, Anschrift Verwalter) eingerichtet wird. Über die Konten kann der Verwalter allein verfügen.
h) Der Verwalter kann in begründeten Ausnahmefällen (Krankheit, Urlaub) im Einvernehmen mit dem Verwaltungsbeirat Untervollmachten für eine unbegrenzte Zeit erteilen.
3. In Erweiterung der gesetzlichen Befugnisse ist der Verwalter berechtigt:
a) Die von Wohnungseigentümern zu entrichtenden Beträge per Lastschriftverfahren einzuziehen und diese gegenüber einem säumigen Wohnungseigentümer, auch im eigenen Namen, gerichtlich geltend zu machen, und zwar unter Einschaltung eines Rechtsanwaltes nach Wahl des Verwalters.
b) Zum Nachweis seiner Vertretungsvollmacht kann der Verwalter jederzeit die Aushändigung einer Vollmachtsurkunde durch die WE verlangen. Auf Anfordern des Verwalters sind die Unterschriften oder diese Vollmacht notariell zu beglaubigen. Die hierdurch anfallenden Kosten tragen die WE oder bei Vorlage zwecks Eigentumswechsel der Verkäufer. Erlischt die Vertretungsvollmacht, so ist die Vollmacht den Wohnungseigentümern zu Händen des Verwaltungsbeirates unverzüglich zurückzugeben; ein Zurückbehaltungsrecht an der Urkunde besteht nicht.
4. Die Rechte der Gemeinschaft gegenüber dem Verwalter können auch nur von der Gemeinschaft ausgeübt werden. Der Verwalter unterliegt nicht der Weisung einzelner Eigentümer oder des Verwaltungsbeirats.

§ 3 Wohnlasten
1. Das Hausgeld ist der Beitrag jedes Wohnungseigentümers zu den Kosten und Lasten der gesamten Wohnanlage (Gemeinschaftseigentum) und zu den einzelnen Eigentumswohnungen. Es setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Einzelpositionen zusammen:
a) Bewirtschaftungskosten, das sind Betriebskosten der Wohnanlage, insbesondere für Be- und Entwässerung, Müllbeseitigung, Versicherungsbeiträge, Straßenreinigung, Strom, Hausmeister, Pflege der Grünanlagen, Kleinreparaturen, usw., umgelegt nach dem in der Teilungserklärung / Gemeinschaftsordnung oder durch Vereinbarung / Beschlussfassung der Wohnungseigentümer bestimmten Verteilerschlüssel.
b) Kosten der gemeinschaftlichen Heizung und der Warmwasserversorgung nach dem vorgesehenen verbindlichen Verteilerschlüssel, Ablesung und Meldung erfolgt durch die/den/der Eigentümer/Hausmeister/Ablesefirma an den Verwalter.
c) Beiträge zur Instandhaltungsrücklage für das gemeinschaftliche Eigentum, umgelegt nach dem vorgesehenen und verbindlichen Umlageschlüssel.
d) Die Verwaltergebühr ist für jedes Wohnungseigentum / Teileigentum in gleicher Höhe zu bemessen.
e) haushaltsnahe Dienstleistungen werden in der Jahresabrechnung gesondert erfasst.
2. Über das Hausgeld und Umlagen wird alljährlich einmal, und zwar nach Abschluss des Abrechnungsjahres, durch den Verwalter abgerechnet. Jeder Eigentümer erhält eine Aufstellung über die Gesamtabrechnung und eine Aufstellung seiner eigenen Kostenabrechnung. Die Entlastung erfolgt während der ordentlichen Eigentümerversammlung. Einsprüche gegen die Abrechnung sind innerhalb von zwei Wochen nach Absendung der Abrechnung schriftlich einzulegen, um einen geordneten Ablauf der Eigentümerversammlung zu gewährleisten.
3. Eine Verzinsung der eingezahlten Hausgelder und Umlagen kann der Wohnungseigentümer nicht verlangen.
4. Die für die Instandhaltungen anzusammelnden Beträge werden von dem Verwalter aus den monatlichen Umlagen am Ende eines Wirtschaftsjahres auf das Rücklagenkonto der Wohnungseigentümergemeinschaft eingezahlt, sofern ein entsprechendes Konto vorhanden und gewünscht ist. Guthabenzinsen erhöhen eine Instandhaltungsrücklage. Um die wirtschaftliche Liquidität zu gewährleisten, wird ein Liquiditätspuffer seitens der WE in Höhe von € 12.000,00 bereitgestellt. Diese Betrag ist ggf. aus der Instandhaltungsrücklage zu nehmen.
5. Etwaige Hausgeldrückstände sind zugunsten der Eigentümergemeinschaft banküblich, mindestens aber mit 3 % über dem jeweiligen Basiszinssatz der Bundesbank zu verzinsen. Auf die Verzinsung kann der Verwalter verzichten. Der Verwalter kann bestimmen, auf welchen Teil des Hausgeldes etwaige Teilleistungen anzurechnen sind. Die Geltendmachung eines weiteren Verzugsschadens ist dadurch nicht ausgeschlossen.
6. Da die Eigentümergemeinschaft im Außenverhältnis auch gemeinschaftlich haftet, ist daher die pünktliche Zahlung (bis spätestens zum 3. Werktag eines Monats) des Hausgeldes erforderlich. Zum Schutz der Eigentümergemeinschaft wird daher vereinbart, dass - wenn ein Eigentümer mit mindestens 2 Monatsraten der Hausgeldzahlungen rückständig ist - der gesamte Jahresbetrag der Hausgeldzahlungen gemäß Wirtschaftsplan fällig wird. Es obliegt dem Verwalter diese Entscheidung zu treffen und das fällige Jahreshausgeld bei dem jeweiligen Eigentümer beizutreiben und hierbei die Gemeinschaft auch gem. § 27 WEG zu vertreten.

§ 4 Versammlung der Wohnungseigentümer
1. Den Vorsitz der Versammlung der Wohnungseigentümer führt der Verwalter. Teilnahmeberechtigt an einer Versammlung sind nur eingetragene Wohnungseigentümer, deren anerkannte Vertreter, der Verwalter und seine Erfüllungsgehilfen.
2. Ein Wohnungseigentümer kann sich durch den Verwalter, seinen Ehegatten oder einen anderen Wohnungseigentümer oder durch eine öffentlich beglaubigte Vollmacht ausgewiesene Person vertreten lassen; entsprechende Regelungen der Teilungserklärung sind vorrangig.
3. Steht ein Wohnungseigentum einer Mehrheit von Eigentümern zu, so haben diese Eigentümer zur Wahrnehmung ihrer Rechte einen gemeinsamen Bevollmächtigten zu bestellen und dem Verwalter bekannt zu geben. Der Benannte ist auch Zustellungsbevollmächtigter. Solange kein Bevollmächtigter benannt ist, kann eine Wahrnehmung der Rechte aus Mit- und Sondereigentum innerhalb und außerhalb der Eigentümerversammlung nicht erfolgen.
4. Zur zeitlichen Abgrenzung wird vereinbart, dass die ordentliche Eigentümerversammlung bis zum Ende des II. Quartals nach Abschluss des Wirtschaftsjahres erfolgt, sofern sämtliche relevanten Abrechnungsunterlagen vorliegen und keine anderen vertretbaren Gründe dieses verhindern. Jedem Eigentümer (Zustellungsbevollmächtigtem) wird eine Einladung zur Eigentümerversammlung ohne besonderen Nachweis an die zuletzt bekannte Adresse übersandt.
5. Jeder Eigentümer hat dem Verwalter seine Handlungsbefugnis auf Verlangen nachzuweisen. Schäden (z.B. Sonderversammlung), die aus Befugnismangel entstehen, sind vom Verursacher zu tragen.

§ 5 Beschlussniederschriften
1. Der Verwalter hat über die Beschlüsse der Wohnungseigentümerversammlung Niederschriften zu fertigen und diese ordnungsgemäß aufzubewahren. Jedem Wohnungseigentümer (Zustellungsbevollmächtigtem) wird von der Eigentümerversammlung eine Kopie der Beschlüsse ohne besonderen Nachweis an die zuletzt bekannte Adresse zugestellt.
2. Ausfertigungen richterlicher Entscheidungen nach § 43 WEG sind vom Verwalter ordnungsgemäß aufzubewahren.

§ 6 Entgeltliche Geschäftsbesorgung und Vergütung
1. Die Vergütung der Verwaltung beträgt zur Zeit monatlich:

je Wohnungseigentum 23,00 € zzgl. Umsatzsteuer
Die Zahlung erfolgt bis zum 15. eines jeden Monats.

Bei Nichtteilnahme am Bankeinzugsverfahren erhöht sich die monatliche Verwaltungsgebühr um 4,00 € zzgl. Umsatzsteuer. Die Verwaltungsgebühr beinhaltet die Kosten der normalen Verwaltung entsprechend dem WEG. In der Gebühr ist eine Eigentümerversammlung für eine Abrechnungsperiode (12 Monate) enthalten, sowie im Bedarfsfall eine außerordentliche Eigentümerversammlung. Jede weitere Eigentümerversammlung ist mit 350,00 € zzgl. Umsatzsteuer zu vergüten, sofern sie nicht vom Verwalter verursacht wird. Kosten oder eine eventuelle Miete für den Versammlungsraum sind in den Gebühren nicht enthalten, sondern werden von der WE gemeinsam getragen. Bei Eigentumswechsel erhält der Verwalter eine Bearbeitungspauschale in Höhe von 60,00 € zzgl. Umsatzsteuer. Die Gebühr ist vom Verkäufer zu tragen. Sämtliche weitere Kosten (Notargebühren der __Zustimmung, usw.) gehen zu Lasten des Verkäufers. In der Vergütung des Verwalters sind Löhne, Sozialaufwand und Nebenkosten für Hausmeister,Gärtner oder anderes Personal, welches in der Hausanlage beschäftigt wird, nicht enthalten. Der Verwalter handelt im Auftrag, im Namen und für Rechnung der Wohnungseigentümer.
2. Für notwendig werdende Mahnungen/Erinnerungen werden folgende Gebühren berechnet:

  • Erinnerung 5,00 € zzgl. Umsatzsteuer

  • Mahnung I 10,00 € zzgl. Umsatzsteuer

  • ab Mahnung II 15,00 € zzgl. Umsatzsteuer

Die Gebühr erhält die Verwaltung. Eine Mahnung erfolgt, wenn innerhalb eines Abrechnungsjahres bereits eine Erinnerung erfolgt ist, bzw. einer Zahlungserinnerung nicht fristgemäß Folge geleistet wurde. Bei weiterer Bearbeitung durch einen Anwalt erhält die Verwaltung eine Zuarbeitungsgebühr von 200,00 € zzgl. Umsatzsteuer. Dem Verwalter obliegt die Anzahl der Mahnungen.
3. Entgelte für besondere Leistungen z. B. technische und rechtliche Gutachten sowie Maßnahmen der Rechtsverfolgung sind in der Vergütung nicht enthalten. Derartige Leistungen sind besonders zu vergüten, wenn diese durch Beschluss der Eigentümer oder in Abstimmung mit dem Verwaltungsbeirat erforderlich sein sollten, auch wenn sie mit eigenem Personal der Verwaltung ausgeführt werden. Bei Instandsetzungsarbeiten oder Bewertung und Beurteilung, bei Prozessführung und Rechtsgutachten, kann der Verwalter nach pflichtgemäßem Ermessen ggf. in Abstimmung mit dem Beirat im Namen und für Rechnung der Gemeinschaft sachkundige Personen (Juristen, Architekten, Sonderfachleute, usw.) hinzuziehen. Darunter fällt auch die ISM bei Beauftragung. Die Beauftragten sind keine Erfüllungsgehilfen der Verwaltung, sie haften direkt gegenüber der Gemeinschaft. Bei Prozessen der Gemeinschaft erhält die Verwaltung für die Information der Eigentümer, Wahrnehmung von Terminen, Schriftverkehr, eine Gebühr, die nach tatsächlichem Aufwand (Kopien 0,50 € + USt., Porto, Fahrtkosten, Stundennachweis Verwalter 40,00 € / Std. + USt. und Stundennachweis Schreibkraft 20,00 € / Std. + USt.) abgerechnet wird und zu Lasten der Gemeinschaft geht. Andere Vereinbarungen können im Bedarfsfall nach vorheriger Abstimmung zwischen WE und Verwalter erfolgen und bedürfen einer schriftlichen Form.
4. Bei eventuellen Kostensteigerungen wird das Entgelt hinsichtlich Abs. 1-3 auf Antrag der Verwaltung bei der Eigentümerversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Sollte keine Einigung zustande kommen, ist der Verwalter berechtigt, den Vertrag mit einer Frist von 3 Monaten zum Jahresende zu kündigen.
5. Verlangen die Wohnungseigentümer eine zusätzliche Rechnungslegung im Sinne des § 28 Abs. 4 WEG, so ist der Verwalter berechtigt, die für diese Rechnungslegung entstandenen Kosten zusätzlich zu verlangen, soweit er die Notwendigkeit hierfür nicht selbst herbeigeführt hat. Diese Kosten werden, wie sämtliche andere Zusatzkosten die gemäß Stundennachweis erfolgen, nach tatsächlichem Aufwand (Kopien 0,50 € + USt., Porto, Fahrtkosten, Stundennachweis Verwalter 40,00 € / Std. + USt. und Stundennachweis Schreibkraft 20,00 € / Std. + USt.) abgerechnet und gehen zu Lasten der Gemeinschaft.
6. Verlangen die Wohnungseigentümer nach Vertragsende zusätzlich zur Rechnungslegung über das abgelaufene Jahr die ordnungsgemäße Jahresabrechnung, obschon diese Leistung nach Beendigung des Vertrages nicht mehr zu den Leistungen des Verwalters gehört, so ist diese Leistung mit dem 1-fachen einer mtl. Verwaltergebühr zu vergüten.
7. Der anlässlich eines Verwalterwechsels naturgemäße erforderliche Mehraufwand des Verwalters wird mit einer einmaligen pauschalen Gebühr in Höhe einer 1-fachen mtl. Verwaltergebühr erhoben.
8. Sämtliche Arbeiten, die nicht den Zeitraum der Verwaltung (§ 1) betreffen, werden gesondert vergütet (siehe § 6.3.).

§ 7 Haftung der Verwaltung
1. Der Verwalter hat seine Aufgaben mit der Sorgfalt und nach den Grundsätzen eines erfahrenen und fachkundigen Kaufmanns der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft zu erfüllen und alle mit seiner Tätigkeit zusammenhängenden Rechtsvorschriften zu beachten.
2. Der Verwalter hat eine angemessene Betriebsversicherung abzuschließen und zu unterhalten. Die Haftung für eine Pflichtverletzung des Verwalters, die weder vorsätzlich noch grob fahrlässig ist, wird für jeden Schadensfall der Höhe nach auf die Versicherungssumme begrenzt; diese beträgt für Personen- und Sachschäden: € 3.000.000,-, für Vermögensschäden: € 100.000,-. Dies gilt nicht für Fälle der Verletzung vertragswesentlicher Pflichten (Kardinalpflichten). Eine Pflichtverletzung des Verwalters steht der seines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungshilfen gleich. Maßgeblich ist §309 Abs. 7 BGB
3. Die Verwaltung haftet nur für die von ihr durch grob fahrlässiges Verhalten oder durch Vorsatz verursachte Schäden, soweit nicht die Gemeinschaft oder Dritte haften. Die Ansprüche beschränken sich nur auf das Gemeinschaftseigentum selbst.
4. Die Ansprüche beider Parteien gegeneinander aus diesem Vertrag erlöschen nach
a) zwei Jahren nach Entstehung des Schadens;
b) Beendigung des Verwaltervertrages, mit Ablauf des zweiten Kalenderjahres nach Beendigung der Verwaltertätigkeit.
Ausgenommen sind Ansprüche nach §309 Abs. 7 BGB.

§ 8 Veräußerung eines Wohnungseigentums
1. Bei der Veräußerung des Wohnungseigentums hat der Eigentümer seinen Rechtsnachfolger zum Eintritt in den mit dem Verwalter geschlossenen Verwaltervertrag zu verpflichten. Die Eigentumsänderung ist der Verwaltung schriftlich mitzuteilen.
2. Der Verkäufer hat der Verwaltung umgehend und unaufgefordert die Zählerstände und die Kontaktdaten des Käufers mitzuteilen. Der Verkäufer hat Sorge zu tragen, dass Zahlungsverpflichtung der Hausgelder und sonstige Verpflichtungen dem Verkäufer zum Zeitpunkt der Übergabe bekannt sind.

§ 9 Verwaltungsbeirat
Der nach § 29 WEG gewählte Verwaltungsbeirat unterstützt den Verwalter bei der Durchführung seiner Aufgaben und nimmt die ihm nach WEG eingeräumten Befugnisse wahr. Ihm obliegt die Prüfung der Rechnungslegung.

§ 10 Teileigentum
Die Bestimmungen dieses Vertrages gelten entsprechend auch für ein Teileigentum, soweit sich aus dem Inhalt oder Zweck einzelner Bestimmungen nicht etwas anderes ergibt.

§ 11 Mitwirkungspflichten der Wohnungseigentümergemeinschaft
Die Wohnungseigentümer verpflichten sich:
a) Der Verwaltung rechtzeitig vor Beginn der Tätigkeit sämtliche Verwaltungsunterlagen, die zu einer ordnungsgemäßen Verwaltung erforderlich sind, in geordneter Form auszuhändigen, insbesondere: Teilungserklärung, Hausordnung, aktuelle Daten, Adressen, Wohnungsgrößen, Protokolle sämtlicher vorausgegangener Eigentümerversammlungen, etwaige gerichtliche Entscheidungen aus Verfahren, vollständige Bauzeichnungen und Lagepläne, sämtliche zur Zeit bestehenden Verträge, die mit Dritten im Namen der Gemeinschaft abgeschlossen wurden, den aktuell gültigen Wirtschaftsplan, sowie jegliche Belege und Unterlagen, welche für die ordnungsgemäße Verwaltung der Wohnanlage benötigt werden;
b) Erkannte Schäden am Gemeinschaftseigentum, auch im Bereich des Sondereigentums, sind vom Miteigentümer der Verwaltung unverzüglich schriftlich anzuzeigen;
c) Den Zutritt zum Sonder-/Gemeinschaftseigentum nach vorheriger Terminanmeldung durch die Verwaltung oder Dritte für Ablese-, Überprüfungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sicherzustellen;
d) Für die Einhaltung der jeweils gültigen Hausordnung, insbesondere bei Vermietung, zu sorgen. Die Hausordnung der Eigentümergemeinschaft ist als Bestandteil in den Mietvertrag aufzunehmen;
e) Wertverbesserungen im Sondereigentum, die über die Ausstattung gemäß Baubeschreibung hinausgehen, der Verwaltung unter Angabe der Werte schriftlich mitzuteilen, sofern nicht eine gesonderte Regelung besteht;
f) Bei Weiterveräußerung mit dem Rechtsnachfolger zu vereinbaren, dass mit dem Eigentumsübergang alle Ansprüche und Verpflichtungen an der Eigentümergemeinschaft einschließlich der Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag auf den Erwerber übergehen;
g) Änderungen von Namen, Adressen und sonstigen verwaltungsrelevanten Daten (z.B. Eigentumswechsel) dem Verwalter unverzüglich schriftlich mitzuteilen;
h) Zum Verwaltungsbeginn ist der Verwaltungsbeirat als Vertreter der WEG zur Übergabe der vollständigen Verwaltungsunterlagen verpflichtet.
i) Dem Verwalter Aufwendungen, auch für beauftragte Verfahrensbevollmächtigte, die ihr als Beteiligte oder Zustellungsbevollmächtigte entstehen, unverzüglich zu erstatten. Dies gilt auch, wenn in der richterlichen Entscheidung keine Erstattung von außergerichtlichen Kosten angeordnet ist.
j) Den Verwalter vorab über alle relevanten Vorkommnisse schriftlich zu informieren, die zur Verwaltung der Anlage relevant sind. (z.B. säumige HG, Gerichtsverfahren, Unstimmigkeiten bei...: Abrechnungen, Protokolle, Lieferanten, Versicherungen, Gebäudevorschäden, etc.) - Altlasten - Bei Zuwiderhandlung/Unterlassung ist der Verwalter zur fristlosen Sonderkündigung berechtigt.

§ 12 Vollmacht
Zur Ausübung seiner Aufgaben wird der Verwalter hiermit ermächtigt, alle notwendigen Rechtsgeschäfte und Rechtshandlungen vorzunehmen und die Gemeinschaft der Eigentümer gegenüber Behörden,
Privatpersonen und juristischen Personen zu vertreten. Er ist insbesondere ermächtigt, die auf die einzelnen Miteigentümer entfallenden Beiträge zu den gemeinschaftlichen Kosten und Lasten des Anwesens beizutreiben und hierbei die Gemeinschaft auch gem. § 27 WEG zu vertreten. Darüber hinaus ist der Verwalter befugt, alle dringenden Handlungen und Rechtsgeschäfte, aus deren Unterlassung der Gemeinschaft oder dem Anwesen Nachteile entstehen könnten, nach pflichtgemäßem Ermessen vorzunehmen. Er ist befugt, Vollmacht auf Dritte zu übertragen. Alle Rechtsgeschäfte und Rechtshandlungen werden im Namen und für Rechnung der Wohnungseigentümer durchgeführt. Von den Beschränkungen des § 181 BGB ist der Verwalter befreit.

§ 13 Schlussbestimmungen
1. Abänderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Zustimmung der Wohnungseigentümer durch Beschlussfassung in der Eigentümerversammlung und der Zustimmung der Verwaltung.
2. Sollten einzelne Bestimmungen des Vertrages unwirksam sein oder werden, wird hierdurch die Gültigkeit des Vertrages im Übrigen nicht berührt. Anstelle der ungültigen Bestimmungen gelten solche Regelungen, die bei Kenntnis der Ungültigkeit einzelner Bestimmungen an deren Stelle getroffen worden wären und dem mit den ungültigen Bestimmungen bezweckten rechtlichen und wirtschaftlichen Erfolg am nächsten kommen. Entsprechendes gilt für den Fall, dass dieser Vertrag lückenhaft sein sollte.

Signaturen der Parteien


 
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